STADT

ENTWICKLUNG
FORST (LAUSITZ)

W├Ąhrend Metropolen und Gro├čst├Ądte gleicherma├čen unter einer ├ťberlastung des Wohnungsmarktes leiden, bietet die Stadt Forst (Lausitz) im S├╝den Brandenburgs optimale Bedingungen zum Wohnen und Arbeiten in einer gr├╝nen und familienfreundlichen Umgebung.
Die noch vorhandenen und baukulturell wertvollen Objekte der ehemaligen Textilindustrie pr├Ągen das Leben in der Stadt auf eine nachhaltige Weise: sie sind Alleinstellungsmerkmal und Identit├Ątstr├Ąger f├╝r die Stadtentwicklung und das Stadtleben in einem.

Aktuelles

Stadtentwicklung in Forst (Lausitz)

Zukunft und Geschichte in einer Stadt

Anhand des Stadtbildes lassen sich die historischen Ver├Ąnderungen und die aktuellen Entwicklungen in Forst (L.) ablesen. Auf dieser Internetseite wird dieser dynamische Prozess der Stadtentwicklung projekthaft dokumentiert. Der Fokus liegt dabei auf den Erfolgen und anstehenden Projekten im Rahmen der Bund-L├Ąnder-Programme der St├Ądtebauf├Ârderung.

Um eine zukunftsf├Ąhige und zugleich nachhaltige Stadtentwicklung zu unterst├╝tzen, wurde die Stadt Forst (L.) bereits 1991 als eine der ersten Kommunen in die Bund-L├Ąnder-Programme der St├Ądtebauf├Ârderung aufgenommen.┬á

Die Stadt Forst (L.) blickt auf eine wechselvollen und aufregende, ├╝ber 750-j├Ąhrige Geschichte zur├╝ck. In dieser wurde sie wiederholt durch Kriege und Br├Ąnde zerst├Ârt und entwickelte sich doch im 18. und im sp├Ąteren 19. Jahrhundert zu einer bl├╝henden Textil- und Industriestadt. Die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte haben vielf├Ąltige Spuren im Stadtbild hinterlassen, die heute wichtige Identifikationsorte und Herausforderung zugleich sind.

Die Herausforderungen, die in den ersten Jahren die St├Ądtebauf├Ârderung erforderlich machten, konnten erfolgreich angegangen werden, stellen aber auch f├╝r die kommenden Jahre noch Handlungsbedarf dar. Zu diesen z├Ąhlen unter anderem:

  • Gesellschaftliche Ver├Ąnderungen (r├╝ckl├Ąufige Bev├Âlkerungsentwicklung, ver├Ąnderte Altersstrukturen)
  • Gewandelte Anforderungen an Wohnraum (Wohnungs├╝berbestand, fehlende barrierefreie Wohnungsangebote)
  • Wirtschaftsstruktureller Wandel

Seit 2002 verfolgt das Programm Stadtumbau-Ost das u╠łbergeordnete Ziel, eine nachhaltige Stadtentwicklung zu initiieren, durch die die Innensta╠łdte mit ihrer ausgebauten Infrastruktur revitalisiert und der Zersiedlung im Umland entgegengewirkt wird. Die folgenden Ziele und Teilziele sollen durch das Programm erreicht werden:

  • (Beitrag fu╠łr) die Zukunftsfa╠łhigkeit der Sta╠łdte und des Wohnungsmarktes in den neuen Bundesla╠łndern,
  • Stabilisierung von durch physischen Verfall und sozialer Erosion bedrohter Stadtteile,
  • Erhalt der aus sta╠łdtebaulicher Sicht besonders wertvollen innersta╠łdtischen Altbaubesta╠łnde, die┬áu╠łberdurchschnittliche Leerstandsquoten aufweisen,
  • Verbesserung der Attraktivita╠łt des Wirtschaftsstandorts und Unterstu╠łtzung im Erhalt von┬áArbeitspla╠łtzen.┬á

Das Programm arbeitet mit einem integrierten Strategieansatz, der die Beseitigung des Angebotsu╠łberhangs mit der Aufwertung von Innensta╠łdten und der vom Ru╠łckbau betroffenen Stadtgebiete verbindet.
In Forst (L.) fand von Beginn an eine aktive Auseinandersetzung mit dem Stadtumbau statt. Dies liegt unter anderem daran, dass der Leerstand von Wohnungen durch die sta╠łdtebauliche Situation unmittelbar in der Innenstadt auftrat und die Probleme aufgrund von Stadtschrumpfung verglichen mit anderen Stadtumbausta╠łdten gro├č waren und sind. Diese Problemlage fu╠łhrte zur starken Perforation der Stadtstruktur in der gesamten Stadt Forst (L.). Ohne den aktiven Stadtumbau der Stadt Forst (L.) wa╠łren die Folgen durch die Stadtschrumpfung und die damit verbundene Perforation der Stadtstruktur dramatischer ausgefallen, die Stabilisierung und Aufwertung der Innenstadt wa╠łre nicht erreicht worden. Der Stadtumbauprozess hat die Auswirkungen des Schrumpfungsprozesses und die negativen Rahmenbedingungen in Forst (L.) gemildert und geholfen die Stadtstruktur an die vera╠łnderten Bedingungen anzupassen.

Marktplatz mit Blick in die Cottbuser Stra├če
Lindenplatz mit Blick auf die Stadtkirche St. Nikolai

Die Stadt Forst (L.) wird seit Oktober 2007 u╠łber das Sta╠łdtebaufo╠łrderungsprogramm Soziale Stadt unterstu╠łtzt. Als u╠łbergreifende Zielstellung im Rahmen der Fo╠łrderung Soziale Stadt in Forst (L.) steht der Anspruch ÔÇ×Die Forster Innenstadt als attraktiven Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten nachhaltig und zukunftsfa╠łhig zu sichern und dabei die Teilhabe und Einbindung aller gesellschaftlicher Akteure aktiv zusta╠łrken.ÔÇť Dazu werden folgende Themen beru╠łcksichtigt:

  • Stadtteilleben, gesellschaftliche Teilhabe und zivilgesellschaftliches Engagement

  • Soziale Mischung und Vielfalt, Bereitstellung sozialer Infrastruktur fu╠łr alle Altersgruppen

  • O╠łffentlicher Raum und Gru╠łnra╠łume

  • Forster Innenstadt als Zentrum von Versorgung, Wohnen, Arbeit, Wirtschaft und Bildung

  • Forster Innenstadt u╠łberzeugt durch die Verknu╠łpfung von Wohnen und Arbeiten.

Die Querschnittsthemen Integration, Barrierefreiheit, Digitalisierung und energetische Erneuerung werden dabei u╠łbergreifend u╠łber alle Fo╠łrderprogramme beachtet und im Rahmen der Ma├čnahmenumsetzung verfolgt. Insbesondere in der Verbindung zum Sta╠łdtebaufo╠łrderungsprogramm Stadtumbau ergeben sich vielfa╠łltige Synergien, insbesondere im Bereich nichtinvestiver Ma├čnahmen, die einen sta╠łrkeren gesellschaftlichen Bezug aufweisen.

Wohnraumkonzept

Um den Stadtumbau und die Wohnungsmarktentwicklung in Forst (L.) auf eine fundierte Grundlage zu stellen, ben├Âtigt die Stadt ein Wohnraumkonzept, das die derzeitige Wohnungsmarktsituation realistisch abbildet, die noch offenen Bedarfe aufzeigt, die zuk├╝nftige Entwicklung skizziert und entsprechende Handlungsoptionen aufzeigt. Dar├╝ber hinaus sollen ausgew├Ąhlte Fl├Ąchenpotenziale f├╝r den Wohnungsneubau hinsichtlich ihrer Eignung bewerten werden.

In den vergangenen Monaten wurde intensiv an dem Wohnraumkonzept durch die GEWOS gearbeitet. In mehreren Vor-Ort-Terminen machten sich die Konzeptbearbeiter ein Bild von der Gesamtsituation und f├╝hrten Gespr├Ąche mit den wichtigsten Wohnungsmarktakteuren.

Im Rahmen des Ausschusses f├╝r Planung am 20. August 2020 stellte die GEWOS die Kernergebnisse und Handlungsempfehlungen vor. Zusammenfassend l├Ąsst sich sagen, dass die Stadt Forst (L.) weiterhin ├╝ber einen hohen Leerstand verf├╝gt und sich diese Entwicklung in den n├Ąchsten Jahren auch noch verst├Ąrken wird. Es gilt hierf├╝r eine geeignete R├╝ckbaustrategie weiter voranzubringen. Gleichwohl muss der Wohnungsmarkt in Zukunft auch eine gr├Â├čere Vielfalt aufzeigen. Gerade die Bedarfe an altersgerechtem / barrierefreien Wohnen wird, aufgrund der demografischen Entwicklung, weiter in der Nachfrage steigen. Der Stadtverwaltung liegt der Abschlussbericht vor und ist nun Grundlage f├╝r weitere Abstimmungen und Strategieentwicklungen mit der Stadtverwaltung und den Wohnungsmarkakteuren sowie andere Entwicklungspartnern.

Hier┬áfinden Sie die Pr├Ąsentation vom 20.08.2020.┬á

 
Konzeptionelle Vertiefung der Altbauaktivierungsstrategie Forst (Lausitz) (Fortschreibung 2019) und Innerst├Ądtisches Industriebrachen- und Geb├Ąudekonzept (2020)

Die Stadt Forst (Lausitz) hat 2018/2019 die Stadtumbaustrategie 2018 – 2030 als Voraussetzung zur Beantragung und zum Erhalt von St├Ądtebauf├Ârdermitteln aus dem Bund-L├Ąnder-Programm ÔÇ×StadtumbauÔÇť (neu: ÔÇ×Wachstum und nachhaltige Erneuerung) erarbeitet. In diesem Zusammenhang wurde auch die Altbauaktivierungsstrategie von 2015 als konzeptionelle Vertiefung zur Stadtumbaustrategie 2018 ÔÇô 2030 fortgeschrieben. Diese stellt Strategien und Ma├čnahmen zur Sicherung gr├╝nderzeitlicher Bausubstanz sowie der Zeugnisse der industriellen Baukultur dar.

Hier finden Sie sie die Konzeptionelle Vertiefung der Altbauaktivierungsstrategie Forst (Lausitz) (Fortschreibung 2019)

Die Stadtumbaustrategie 2018 ÔÇô 2030 wurde als Zuwendungsvoraussetzung f├╝r das Bund-L├Ąnder-Programm ÔÇ×StadtumbauÔÇť durch das begleitende Landesamt anerkannt, jedoch weiterer Konkretisierungsbedarf in Hinblick auf die Handlungsstrategie bzw. Ma├čnahmenumsetzung im Handlungsschwerpunkt ÔÇ×Industriekultur und Erhalt von AltbautenÔÇť benannt.

Um den Erhalt und im Ausnahmefall auch den R├╝ckbau von Altindustriestandorten schl├╝ssig in die Gesamtplanung im Umgang mit Altbauten und gegen├╝ber dem F├Ârdermittelgeber zu begr├╝nden, bedarf es einer gesamtst├Ądtischen Betrachtung des Altbaubestandes und der Industriebrachen.

Vor diesem Hintergrund wurde das vorliegende ÔÇ×Innerst├Ądtische Industriebrachen- und Geb├ĄudekonzeptÔÇť als erg├Ąnzende konzeptionelle Vertiefung zur Altbauaktivierungsstrategie (Fortschreibung 2019) erarbeitet. Dieses hat die Aufgabe, basierend auf einer st├Ądtebaulichen Bestandsanalyse, Vor-Ort-Begehungen und unter Ber├╝cksichtigung vorhandener Untersuchungen und Konzepte, Strategien f├╝r den k├╝nftigen Umgang mit den zahlreichen innerst├Ądtischen Industriebrachen zu formulieren, standort- und geb├Ąudebezogene Erhaltungs- und Entwicklungspriorit├Ąten abzuleiten sowie Entwicklungs- und Nutzungsperspektiven aufzuzeigen.

Hier┬áfinden Sie sie das Innerst├Ądtisches Industriebrachen- und Geb├Ąudekonzept (2020)

Die Stadt Forst (Lausitz) entwickelte sich im 19. Jahrhundert mit der Einf├╝hrung der Dampfmaschine und der Entstehung zahlreicher Textilfabriken zu einer bedeutenden Industriestadt. 1861 waren bereits 2.000 Arbeiter in der Textilindustrie besch├Ąftigt. Mit der Gr├╝ndung des Deutschen Reichs 1872 und der Anbindung bzw. den Bau der Bahnstrecke Halle-Forst-Sorau im selben Jahr wurde die industrielle Entwicklung vorangetrieben. Insbesondere ├Âstlich der Altstadt und entlang des M├╝hlgrabens entstanden viele neue Fabriken, Fabrikantenvillen sowie weitere Wohn- und Gesch├Ąftsh├Ąuser, die heute noch in Teilen erhalten sind.

Zahlreiche Schornsteine pr├Ągten die Stadtsilhouette. 1893 wird die Stadtbahn (ÔÇ×Schwarze JuleÔÇť) in Betrieb genommen, die bis 1965 bis zu 128 Fabriken im Stadtgebiet mit Kohle und anderen Rohstoffen belieferte. Noch heute sind in einigen Stra├čen sowie auf den H├Âfen von Alt-Industrielagen die alten Schienen sichtbar.

Die Einwohnerzahl wuchs bis 1875 auf 14.148 EW. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1920er Jahre hinein prosperierte die Stadt ÔÇô es entstanden z. Bsp. der stadtbildpr├Ągende Wasserturm, das Heizwerk in der Inselstra├če und das Krankenhaus. Rund 43.000 Einwohner hatte Forst (Lausitz) im Jahr 1923. Bis in die 1930er Jahre hinein hatte sich die Stadt zur gr├Â├čten Tuchstadt Deutschlands entwickelt und wurde deshalb auch als ÔÇ×Deutsches ManchesterÔÇť bezeichnet

Im Zweiten Weltkrieg wurden gro├če Teile der Stadt zerst├Ârt und die Tuchproduktion wurde eingestellt. Lediglich 60 von ehemals ├╝ber 200 Tuchfabriken konnten nach dem Krieg ihre Arbeit wieder aufnehmen. In den darauf folgenden Jahren wurden die einst privaten Fabriken schrittweise verstaatlicht und unter dem Gro├čbetrieb ÔÇ×VEB Forster TuchfabrikÔÇť zusammengefasst. Trotz der weiteren Nutzung zu DDR-Zeiten wurde in die Instandhaltung bzw. Modernisierung der gr├╝nderzeitlichen Fabrikgeb├Ąude kaum investiert, sodass gro├če Teile der originalen bzw. der bauzeitlichen Bausubtanz ÔÇô wenn auch unsaniert und teilweise mit kriegsbedingten Sch├Ąden – bis heute erhalten geblieben sind.┬á┬á

Mit der politischen Wende 1989/90 wurde die Tuchproduktion nahezu vollst├Ąndig aufgegeben, sodass viele der ehemaligen Tuchfabriken bereits seit nunmehr 30 Jahren ungenutzt sind, verwahrlosen und zusehends verfallen. Nur wenige Alt-Industrielagen im Innenstadtbereich konnten bis heute einer neuen Nutzung zugef├╝hrt und aufgewertet werden. Dazu geh├Âren u.a. die Kreisverwaltung in der ehem. Tuchfabrik Cattien, das Brandenburgischen Textilmuseum in der ehem. Tuchfabrik Noack oder das Oberstufenzentrum (OSZ) im Bau der ehemaligen und nunmehr denkmalgesch├╝tzten Textilschule (Baujahr 1885) in der Heinrich-Heine-Stra├če.

Forster IndustrieFotoTage 2021

Im Austausch mit engagierten B├╝rgerinnen und B├╝rgern entstand die Projektidee der ÔÇ×Forster IndustrieFotoTageÔÇť. Im Mittelpunkt standen ausgew├Ąhlte stadtbildpr├Ągende Geb├Ąude, welche f├╝r Fotografen wieder begehbar gemacht wurden. Ausgestattet mit Models luden verschiedene Objekte zu einem besonderen Fotoshooting ein. Der Fokus lag auf der Industriebrache als Kulisse. Die Models verk├Ârperten verschiedene Modethemen wie Steampunk, Endzeit, Rockabilly, Fantasie oder Barock. So erlebten die Fotografen an jedem Standort eine andere Situation, unterschiedliche Rahmenbedingungen wie Licht, nutzbare Fl├Ąche, bauliche Struktur stellten eine Herausforderung dar und luden zum kreativen Ausprobieren ein.

Hier finden Sie weitere Informationen und Bilder des FIFT 2021 und erste Informationen zum FIFT im Jahr 2022.

Tag der St├Ądtebauf├Ârderung 2022

Am 13.05.2022, zum bundesweiten Tag der St├Ądtebauf├Ârderung, wurde der Fokus in Forst (Lausitz) auf die Industriekultur gelegt. Unter dem Titel ÔÇ×Geschichte oder Zukunft: wie weiter mit der Industriekultur in Forst (Lausitz)ÔÇť wurden Gespr├Ąchsrunden mit Eigent├╝mer:innen, der Industriekultur Verbundenen sowie Kulturschaffenden gef├╝hrt.┬á

Um einen Bruchteil der zahlreichen Industriestandorte auch an diesem Tage auf dem Marktplatz anschaulich darzustellen, wurden 12 Bauzaunplanen gestaltet, die sowohl Industriestandorte zeigten, die derzeit entwickelt werden, aber auch Standorte zeigten, die noch tief im Dornr├Âschenschlaf stecken.

Die Stadt Forst (L.) wurde 2008 in das Bund-La╠łnder-Programm ÔÇ×Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (ASZ)ÔÇť aufgenommen. Ziel der Fo╠łrderung ist es, den sich abzeichnenden Funktionsverlusten des zentralen Versorgungsbereichs entgegen zu wirken und auch die angrenzenden Stadtra╠łume durch investive und nicht- investive Ma├čnahmen nachhaltig zu sta╠łrken. Als konzeptionelle Grundlage diente neben dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept v. a. ein abgestimmtes Integriertes Entwicklungskonzept fu╠łr das ÔÇ×Aktive Stadtzentrum Forster InnenstadtÔÇť. Das Konzept wurde 2015 fortgeschrieben und definiert fu╠łr das ASZ-Gebiet u. a. folgende Zielsetzungen:

  • Vermeidung einer weiteren Ausdehnung und dispersen Verteilung von Zentrumsfunktionen und Sicherung der gesamtsta╠łdtischen Dominanz des Zentrums als Haupteinkaufsstandort,

  • Erhalt der gewachsenen, kleinteiligen Einzelhandelsstruktur,

  • Verflechtung des zentralen Versorgungsbereiches mit anderen wichtigen Stadtra╠łumen und Funktionen und Aufwertung der ‘Einga╠łnge zum Zentrum’,

  • Aufwertung des Marktplatzumfeldes und Revitalisierung leerstehender oder untergenutzter┬áortsbildpra╠łgender Bausubstanz und Nachnutzung von integrierten Brachen,

  • Sta╠łrkung der Wohnfunktion durch Erhaltung und Schaffung vielfa╠łltiger Wohnformen,

  • Schaffung von Barrierefreiheit im o╠łffentlichen Raum und in o╠łffentlichen Geba╠łuden und

  • multifunktionale Zentrumsentwicklung durch Sta╠łrkung der Nutzungen im Bereich Kultur, Soziales,┬áBildung, Gesundheit, Tourismus, o╠łffentliche und private Dienstleistungen

Im Rahmen des Sta╠łdtebaufo╠łrderprogramms ASZ ist es gelungen, sowohl gro╠ł├čere investive Vorhaben (Herrichtung des ehemaligen AOK-Geba╠łudes in der Lindenstra├če 10-12 als neuer Standort der Bibliothek, die Sanierung der Bru╠łhlschen Gruft in der Kirche St. Nikolai, die Sanierung des Forster Hofs) sowie die Aufwertung o╠łffentlicher Ra╠łume (z.B. Lindenplatz) als auch viele kleinteilige Ma├čnahmen der Gewerberaumfo╠łrderung umzusetzen. Auch die Aktivita╠łten des Citymanagements haben dazu beigetragen, die Innenstadt zu beleben und lokale Akteure besser miteinander zu vernetzen.
Nach u╠łber 10 Jahren Programmlaufzeit erfolgt 2020 der fo╠łrdertechnische Programmabschluss. Dabei wird im Zentrum weiterhin erheblicher Handlungsbedarf in den verschiedenen Handlungsfeldern verbleiben (Ladenleerstand, fehlende Barrierefreiheit, Qualifizierung der Angebotsstruktur, Belebung durch Veranstaltungen usw.). Hier gilt es weiterhin die bestehenden Fo╠łrderprogramme ÔÇô Stadtumbau und Soziale Stadt ÔÇô miteinander zu verzahnen und Ma├čnahmen umzusetzen.

Das 1999 fo╠łrmlich festgelegte Sanierungsgebiet ÔÇ×Westliche InnenstadtÔÇť konnte auch nachhaltig aufgewertet werden und weist seit mehreren Jahren eine positive Bevo╠łlkerungsentwicklung auf. Es befindet sich im su╠łdwestlichen / westlichen Bereich der Innenstadt und schlie├čt das direkte Bahnhofsumfeld sowie den westlichen Teilbereich der Cottbuser Stra├če mit ein. Das Sanierungsgebiet ist v. a. durch gru╠łnderzeitliche Blockrandbebauung gepra╠łgt. Die hier befindliche Gutenberg Oberschule ist eine Infrastruktureinrichtung von u╠łbergeordneter Bedeutung.

Im Zuge der Sanierungsma├čnahme und mittels Fo╠łrdergeldern aus anderen Sta╠łdtebaufo╠łrderungsprogrammen (Stadtumbau, Soziale Stadt) ist es gelungen, zahlreiche Altbauten zu sanieren, ausgewa╠łhlte Objekte zuru╠łckzubauen, Stra├čenra╠łume sowie o╠łffentliche und private Freifla╠łchen aufzuwerten und Infrastruktureinrichtungen zu qualifizieren. Der bauliche und sta╠łdtebauliche Zustand des Gebietes konnte somit erheblich verbessert werden. Ebenso wie das Sanierungsgebiet ÔÇ×NordstadtÔÇť za╠łhlt auch die ÔÇ×Westliche InnenstadtÔÇť zu den jungen Quartieren der Stadt Forst (L.) mit einem Durchschnittsalter von 38 Jahren (2016).

Trotz zahlreicher umgesetzter Aufwertungs- und Sanierungsma├čnahmen besteht vereinzelt noch Handlungsbedarf, der im Rahmen der Sanierungsma├čnahme nicht behoben werden konnte. Dazu za╠łhlen u. a.:

– die Sanierung einzelner gru╠łnderzeitlicher Geba╠łude sowie

– die Sanierung von Stra├čenra╠łumen (v. a. Bahnhofstra├če und Ro├čstra├če).

2022 soll eine abschlie├čende Sta╠łdtebauliche Rahmenplanung fu╠łr das Sanierungsgebiet ÔÇ×Westliche InnenstadtÔÇť erarbeitet werden. Die Aufhebung der Sanierungssatzung soll ebenfalls 2022 erfolgen. Bis dahin noch nicht erfolgte Ma├čnahmen sollen mittels Einsatz von Fo╠łrdergeldern ÔÇô auch aus dem Stadtumbau ÔÇô umgesetzt werden und so zur weiteren Aufwertung des Quartiers und vor allem des Bahnhofsumfeldes beitragen.

Ro├čstra├če 8
Apfelbaumplantage in der Cottbuser Stra├če
Ro├čstra├če 1

Stadtteilmanagement

Das Stadtteilmanagement tra╠łgt dazu bei, das Thema der Sozialen Stadt bei Bu╠łrgerinnen und Bu╠łrgern sowie relevanten Akteuren zu verankern. Mit der Unterstu╠łtzung des Stadtteilmanagements werden Projekte initiiert und effizient umgesetzt. Daru╠łber hinaus wurde ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut. Als wichtig im Prozess kann hervorgehoben werden, dass das Stadtteilmanagement als Ku╠łmmerer auftritt und in einem Stadtteilbu╠łro fu╠łr die Bu╠łrgerinnen und Bu╠łrger vor Ort greifbar ist.

Projekte und Ma├čnahmen

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Slider

Umgesetzte Ma├čnahmen in den F├Ârderkulissen

0
Stadtumbau
0
Sanierungsgebiet Nordstadt
0
Sanierungsgebiet Westliche Innenstadt
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Aktives Stadtzentrum
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Soziale Stadt

├ťbersichtskarte gef├Ârderter Ma├čnahmen

Diese Internetseite wurde aus der St├Ądtebauf├Ârderung mit Mitteln des Bundes, des Landes Brandenburg und der Stadt Forst (Lausitz) finanziert.
Staedtebaufoerderung_Sonderfarbe
4C_2zlg
Wappen_Forst_(Lausitz) 2012

KONTAKT

Stadt Forst (Lausitz)
Lindenstr. 10-12
03149 Forst (Lausitz)
Bauamt
Frau Geisler
Tel.: 03562 989-406
DSK Deutsche Stadt-Grundstücksentwicklungsgesellschaft 
Ostrower Str. 15
03046 Cottbus

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